Japans Herbst kommt später als gedacht

Die Herbstlaub-Prognose ist da. Sie bestätigt einen Trend, der sich von Jahr zu Jahr verstärkt.

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Japans Herbst kommt später als gedacht
Das Herbstlaub auf Shodoshima. kazukiatuko / PIXTA

Im September ist es in vielen Regionen des Inselstaates weiterhin hochsommerlich warm mit Temperaturen, die regelmässig die 30-Grad-Marke überschreiten. Und doch beginnt in diesen Wochen bereits ein leises Umdenken. Es ist die Zeit, in der sich die Aufmerksamkeit des Landes allmählich auf die nächste Jahreszeit verschiebt, lange bevor diese tatsächlich eintrifft.

Denn jedes Jahr im September erscheint eine Karte, die voraussagt, wann und wo sich die Blätter verfärben werden. Im Zentrum stehen dabei zwei Farbtöne: das Rot der Ahornblätter und das Gelb der Ginkgo-Blätter. Beide Farben ziehen langsam von Norden nach Süden, von den Bergen in die Ebenen, von Hokkaido bis in den Süden der Hauptinseln.

Wer aus der Schweiz oder Deutschland kommt und sich an vertraute Herbstbilder aus dem Oktober erinnert, muss in Japan umdenken. Die eigentliche Farbenpracht verschiebt sich hier deutlich weiter nach hinten, oft bis weit in den November hinein, an manchen Orten sogar bis in den Dezember. Die aktuelle Prognose verrät einiges über den Wandel des Herbstes in Japan.

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