Tokios Arena für die Ewigkeit

Sportarenen werden gebaut und abgerissen. Dieses Tokioter Bauwerk aus dem Jahr 1964 hat nicht nur überlebt – es ist heute wichtiges Kulturgut.

Ein architektonischer Wurf: Das Yoyogi National Gymnasium.
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Für die Olympischen Sommerspiele von 1964 in Tokio (zum Artikel) wurden 33 Sportstätten genutzt. 13 davon wurden eigens für die Grossveranstaltung gebaut – darunter das Yoyogi National Gymnasium (jp. Kokuritsu Yoyogi Kyogijo), entworfen vom Architekten und späteren Pritzker-Preisträger Kenzo Tange.

Die Form dieser Sporthalle, die sich unmittelbar neben dem Yoyogi-Park (zum Artikel) befindet, wirkt bis heute modern. Das nach innen gewölbte, geschwungene Hängedach ist der prägende Blickfang: Stahlseile, die an zwei Betonmasten aufgehängt sind, tragen diese riesige Konstruktion – und ermöglichen zugleich, dass der Innenraum vollständig stützenfrei bleibt. Die Tribünen befinden sich unter der Erdoberfläche. 13'000 Zuschauer fasst dieser Ort, der die Ausstrahlung eines modernen Sakralbaus hat. Unmittelbar daneben steht eine kleinere, muschelförmige Arena mit rund 3'000 Plätzen, in derselben geschwungenen Formensprache gehalten. Beide Hallen des Yoyogi National Gymnasium waren 1964 Hauptschauplätze für Schwimmen, Turmspringen und Basketball.

Ein Bau für die Ewigkeit