📖 Showa-Zeit: Die längste Ära
Die längste Kaiserherrschaft der japanischen Geschichte von 1926 bis 1989
Shōwa-jidai (jp. 昭和時代 |しょうわじだい), die Showa-Zeit, bezeichnet die Regierungsperiode von Kaiser Hirohito von 1926 bis 1989. Mit 63 Jahren ist sie die längste Kaiserära in der japanischen Geschichte. Der Name Shōwa bedeutet «erleuchteter Frieden». Tatsächlich war es jedoch eine Epoche, die von extremen Gegensätzen geprägt war. Sie umfasst Japans militärische Expansion auf dem asiatischen Kontinent in den 1930er-Jahren, den Zweiten Weltkrieg mit der verheerenden Niederlage im Jahr 1945, die amerikanische Besatzung und den anschliessenden beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. In den 1930er-Jahren verwandelte sich Japan unter militaristischer Führung in eine imperiale Grossmacht, die weite Teile Ostasiens eroberte. Der Krieg endete mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Am 15. August 1945 verkündete Kaiser Hirohito in einer Radioansprache die bedingungslose Kapitulation Japans. Dieser Moment markierte das Ende des militaristischen Japans und den Beginn einer neuen Ära unter amerikanischer Besatzung. Die Nachkriegszeit brachte fundamentale Reformen mit sich: eine neue demokratisch-pazifistische Verfassung, die Abschaffung des Gottkaisertums sowie das Wirtschaftswunder der 1960er- bis 1980er-Jahre, durch welches Japan zur zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt wurde. Die Showa-Zeit prägte das moderne Japan nachhaltig. Heute steht diese zweigeteilte Epoche in Japan vor allem für die Jahrzehnte des Wirtschaftswunders. Mit dem Tod von Kaiser Hirohito am 7. Januar 1989 endete die Showa-Zeit. Auf die Showa-Zeit folgte die Heisei-Zeit.
- Edo-Zeit (1603 bis 1868)
- Meiji-Zeit (1868 bis 1912)
- Taisho-Zeit (1912 bis 1926)
- Showa-Zeit (1926 bis 1989)
- Heisei-Zeit (1989 bis 2019)
- Reiwa-Zeit (2019 bis heute)






