📖 Bakumatsu: Späte Edo-Zeit

Die turbulente Endphase des Tokugawa-Shogunats

Bakumatsu (幕末 | ばくまつ) bezeichnet die späte Edo-Zeit von etwa 1853 bis 1868, als das über 250 Jahre währende Tokugawa-Shogunat zusammenbrach. Der Begriff setzt sich aus baku (bakufu, Militärregierung) und matsu (Ende) zusammen. Diese Phase begann mit der erzwungenen Öffnung Japans durch US-Admiral Matthew Perry 1853 und endete mit der Meiji-Restauration 1868. Die Zeit war geprägt von innenpolitischen Konflikten zwischen Befürwortern und Gegnern der Öffnung, bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Shōgunat und reformorientierten Domänen wie Satsuma und Chōshū (zum Artikel) sowie von grundlegenden gesellschaftlichen Umwälzungen. Die Samurai-Klasse verlor zunehmend an Bedeutung, während westliche Technologien und Ideen eindrangen. Der Boshin-Krieg 1868/69 besiegelte das Ende der Herrschaft der Tokugawa-Familie (zum Artikel). Die Bakumatsu-Zeit wird in der japanischen Geschichtsschreibung als dramatische Übergangsphase verstanden, die die Grundlagen für Japans rasante Modernisierung und Industrialisierung in der Meiji-Zeit ab 1868 legte.

Kaiser Meiji zieht von Kyoto nach Edo. Alfred Roussin / Wikimedia CC
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