Ein kaiserlicher Palast öffnet sich wieder
18 Jahre lang war dieser Palast in Kyoto geschlossen. Dahinter verbirgt sich eine Geschichte aus Kunst, Handwerk und Macht.
Mitten in Kyoto liegt die Burg Nijo. 1603 liess Tokugawa Ieyasu (zum Artikel) sie errichten und verkündete hier seine Ernennung zum Shogun durch den Kaiser. Damit begann die Herrschaft der Tokugawa-Dynastie, die Japan während 15 Generationen bis 1868 regierte.

Die Shogune selbst hielten sich kaum in Kyoto auf, ihr Machtzentrum lag im weit entfernten Edo, dem heutigen Tokio. Dennoch schrieb die Burg Geschichte: 1867 verkündete hier der letzte Shogun, Tokugawa Yoshinobu (zum Artikel), die Rückgabe der Macht an den Kaiser (jp. Taisei Hōkan). Mit diesem Schritt begann die Meiji-Zeit (1868–1912), in der sich Japan innerhalb weniger Jahrzehnte industrialisierte und gesellschaftlich modernisierte. Die Burg Nijo ging zunächst in kaiserlichen Besitz über, bevor sie im Jahr 1939 der Stadt Kyoto vermacht wurde. Seit 1940 ist sie öffentlich zugänglich, seit 1994 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Ninomaru-Palast

Direkt am Eingang liegt mit dem Ninomaru-Palast das Herzstück des Areals: über 400 Jahre alt, mit sechs Gebäuden, über 1000 Kunstschätzen und einem eigenen Garten. Es handelt sich um das einzige erhaltene Zeugnis eines befestigten Palastkomplexes aus der Edo-Zeit (1603–1868).
Gleich daneben, umgeben von einem eigenen Wassergraben, steht ein weiterer herrschaftlicher Gebäudekomplex. Erst kürzlich hat er nach fast zwei Jahrzehnten wieder seine Tore geöffnet.
Was 18 Jahre lang verschlossen blieb
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