Die Kunst, 100 Jahre alt zu werden
Nirgendwo werden Menschen so alt wie in Japan. Bei den Hundertjährigen hat das Land soeben eine neue Schwelle überschritten.
Jeweils am dritten Montag im September feiert Japan den «Tag der Achtung vor dem Alter» (jp. Keirō no hi). Es handelt sich um einen offiziellen Feiertag. Eingeführt wurde er 1966, als die Bevölkerung des Landes noch jung war. Heute ist das Verhältnis umgekehrt: 2025 waren 29,4 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, das entspricht 36,22 Millionen Menschen.
Japans Rentnerinnen und Rentner sind dabei überdurchschnittlich gesund und aktiv. 9,6 Millionen Menschen im Alter von 65 Jahren oder mehr zählten 2025 zur Erwerbsbevölkerung, so viele wie nie zuvor. Wer 65 wird, hat statistisch noch viele Lebensjahre vor sich: 2025 lag die Lebenserwartung bei 87,33 Jahren für Frauen, zum 41. Mal in Folge der weltweit höchste Wert, und bei 81,35 Jahren für Männer, Rang sieben im internationalen Vergleich.
Am deutlichsten zeigt sich diese Langlebigkeit dort, wo sie sich in Jahren kaum mehr fassen lässt.
Wenn 100 zur Normalität wird
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